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Kardiologie · Journal

Bluthochdruck.

Ein Risikofaktor, der sich oft erst spät bemerkbar macht.

Manche spüren dabei gelegentlich ein leichtes Pochen in den Schläfen oder einen dumpfen Druck im Kopf — die meisten aber spüren überhaupt nichts, obwohl im Körper längst etwas passiert. Bluthochdruck gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Problematisch ist: Über Jahre verursacht er meist keine spürbaren Beschwerden.

Was dahinterstecken kann

Erhöhter Blutdruck kann durch Veranlagung entstehen, aber auch durch Übergewicht, Bewegungsmangel, hohen Salzkonsum oder dauerhaften Stress begünstigt werden. Kopfschmerzen oder Schwindel treten meist erst bei sehr hohen Werten auf — bis dahin kann der erhöhte Druck Gefäße, Herz und Nieren bereits über längere Zeit belasten, ohne dass man es merkt.

Was die Diagnostik zeigt

Eine Blutdruckmessung zeigt den aktuellen Wert in Ruhe und über mehrere Messungen auch Schwankungen im Tagesverlauf. Ergänzend kann ein Herzultraschall zeigen, ob der Blutdruck bereits Spuren am Herzmuskel hinterlassen hat, und eine Blutuntersuchung gibt Hinweise auf mögliche Auswirkungen auf Nieren und Stoffwechsel. Gerade weil Bluthochdruck kaum spürbar ist, lohnt sich eine regelmäßige kardiologische Kontrolle — sie macht sichtbar, was man selbst nicht fühlen kann.

Was im Körper passiert

Jeder Pulsschlag presst Blut mit Druck durch die Gefäße. Ist dieser Druck dauerhaft zu hoch, werden die Gefäßwände ständig überdehnt und reagieren darauf mit kleinen Verletzungen, an denen sich leichter Ablagerungen bilden. Gleichzeitig muss der Herzmuskel stärker gegen den erhöhten Widerstand pumpen und verdickt sich mit der Zeit — ähnlich wie ein Muskel, der dauerhaft gegen Widerstand arbeitet, nur dass ein verdickter Herzmuskel schlechter Blut aufnehmen kann. Auch die feinen Gefäße in Nieren und Augen leiden besonders unter dem dauerhaft erhöhten Druck.