Innere Medizin · Journal
Erhöhter Blutzucker.
Ein Risikofaktor, der sich oft erst spät bemerkbar macht.
Ein Durst, der sich kaum stillen lässt, und eine Müdigkeit, die sich anfühlt wie Watte im Kopf — beides wird im Alltag leicht als Kleinigkeit abgetan. Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker — der Vorstufe eines Diabetes — verursacht über lange Zeit kaum spürbare Beschwerden. Gerade das macht ihn tückisch.
Was dahinterstecken kann
Begünstigt wird erhöhter Blutzucker vor allem durch Übergewicht, Bewegungsmangel und familiäre Veranlagung. Typische, aber oft erst spät bemerkte Anzeichen können vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen oder ungewöhnliche Müdigkeit sein. Viele Menschen mit erhöhten Werten bemerken über Jahre jedoch gar nichts.
Was die Diagnostik zeigt
Eine Blutuntersuchung zeigt den aktuellen Blutzuckerwert sowie den Langzeitwert HbA1c, der den Blutzucker-Durchschnitt der letzten Wochen widerspiegelt. So lässt sich erkennen, ob bereits eine Vorstufe oder ein manifester Diabetes vorliegt, noch bevor Beschwerden auftreten. Wer solche Werte bei sich kennt, kann frühzeitig gegensteuern und ernsten Folgeschäden oft vorbeugen.
Was im Körper passiert
Normalerweise sorgt das Hormon Insulin dafür, dass Zucker aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen wird. Reagieren die Zellen zunehmend schlechter auf Insulin, bleibt mehr Zucker im Blut — der Spiegel steigt. Dauerhaft erhöhter Blutzucker schädigt auf Dauer leise kleine Blutgefäße, etwa in Augen, Nieren und Nerven, sowie die Gefäßwände insgesamt, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusätzlich erhöht.