Journal · Ärztehaus Cumberland Journal · Ärztehaus Cumberland Impressum · Ärztehaus Cumberland

Zahnmedizin · Journal

Zahnfleischbluten.

Ein Signal, das beim Zähneputzen oft übersehen wird.

Ein leicht metallischer Geschmack im Mund, rosa auf der Zahnbürste — klein genug, um es zu übersehen. Blutet das Zahnfleisch beim Putzen, wird das häufig als Kleinigkeit abgetan. Meist ist es jedoch das erste sichtbare Zeichen einer Entzündung.

Was dahinterstecken kann

Zahnbelag, der nicht gründlich entfernt wird, kann das Zahnfleisch reizen und eine Entzündung auslösen (Gingivitis). Bleibt sie unbehandelt, kann sich daraus über Monate bis Jahre eine Parodontitis entwickeln, bei der auch der Kieferknochen betroffen ist. Einige Studien weisen zudem auf einen möglichen Zusammenhang zwischen unbehandelter Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin.

Was die Diagnostik zeigt

Eine zahnärztliche Untersuchung zeigt, wie tief sich Zahnfleischtaschen bereits zurückgebildet haben, und macht erkennbar, ob bereits Knochen betroffen ist. Eine professionelle Zahnreinigung entfernt Beläge, die durch Putzen allein nicht erreichbar sind. Zahnfleischbluten, das wiederkehrt, sollte zahnärztlich angeschaut werden — je früher, desto einfacher lässt sich die Entzündung wieder in den Griff bekommen.

Was im Körper passiert

Bakterien im Zahnbelag reizen das Zahnfleisch, der Körper reagiert mit einer Entzündung — die Blutgefäße im Zahnfleisch werden durchlässiger, was das Bluten beim Putzen erklärt. Bleibt die Entzündung bestehen, breitet sie sich langsam auf das Gewebe aus, das den Zahn im Kieferknochen verankert. Der Körper baut dort Knochensubstanz ab, um die Entzündung einzudämmen — mit der Zeit verliert der Zahn dadurch seinen festen Halt.